W. Hornung & Partner             Weinreisen



   






   © 2018 Wilfried Hornung



























































  „Weinreisen – Wein erleben“                    Programme

    Programm 1c   "Priorat und Penedès"
                            (mit Schwerpunkt Priorat)

Diese Wein- und Kulturreise umfasst neun Tage (von Freitag bis Samstag), davon 

5 Tage im Priorat und 4 Tage im Penedès.


 

Die Region Priorat ist das älteste Weinanbaugebiet in Katalonien. Es liegt in den steilen Hügeln der Serra de Montsant mit dem besonderen Licorella-Schieferboden, etwa 30 km von der Provinzhauptstadt Tarragona entfernt.

Im Mittelalter zählte die Region zu den bedeutendsten Weinbaugebieten Spaniens. Danach war es lange Zeit still, bis ab 1989 ein deutlicher Aufstieg begann, vor allem durch die Weine L’Ermita, Clos Erasmus und Finca Dofi, die auf dem internationalen Markt bekannt wurden. 

Im Jahr 2001 wurde der Priorat zur höchsten spanischen Qualitätsstufe DOCa
(Denominación de Origen Calificada) erhoben.

Zurzeit sind die Anbaugebiete Priorat und Rioja die beiden einzigen, die diese höchste Qualitätsbezeichnung tragen dürfen.       
Entsprechend hervorragend sind die Weine des Priorats !


DO Montsant und DOCa Priorat  :

   

Die traditionelle Rebsorte im Priorat ist die rote Garnacha Tinta, die in allen älteren Weinbergen zu finden ist. Ebenfalls zugelassen sind die folgenden roten Sorten : Garnacha Peluda, Cariñena, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah. Vier weiße Sorten sind zugelassen : Garnacha Blanca, Macabeo, Pedro Ximénez und Chenin. 

Der Trend bei den roten Sorten ist, dass der Anbau von Garnacha konstant ist, der von Cariñena abnimmt und der internationaler Rebsorten ansteigt. Spitzenreiter ist dabei der Cabernet Sauvignon und in den letzten Jahren ist die Produktion von Syrah erheblich gestiegen . 

Die Erträge sind sehr niedrig; in der Regel viel niedriger als die festgesetzte maximale Ausbeute von 6.000 kg / ha. Der Grund ist die felsige Beschaffenheit des Bodens, die keinen reichhaltigen Wassergehalt zuläßt. Die Reben werden in der Regel als niedrige Büsche (en vaso) gepflanzt, obwohl die neueren Rebanlagen in geneigten Spalieren (en espaldera) erzogen werden.

Ab 2008 hatte das Priorat eine Rebfläche von 1.767 Hektar (4.370 Acres), von denen 96% mit roten und 4% mit weißen Sorten bepflanzt wurde. Die durchschnittliche Pflanzdichte lag bei 2850 Rebstöcken pro Hektar, im Vergleich zu den vorgeschriebenen 2.500 bis 9.000 Rebstöcke pro Hektar.

Penedès heißt die hügelige Region, die sich zwischen Barcelona und Tarragona nur wenige Kilometer hinter den bekannten Touristenstränden der Costa Dorada erhebt. 
Vom Mittelmeer, der südöstlichen Begrenzung des Penedès, mit einem Höhenniveau von null Metern steigt das Gelände bis auf 944 m in der Sierra Llacuna, ihrer nördlichen Begrenzung, an. Bis in eine Höhe von knapp 800 m wird Weinbau betrieben. 
Die D.O. Penedès ist eines der bekanntesten spanischen Weinbaugebiete. Von hier kommen viele der erfrischenden, fruchtigen spanischen Sommerweine. Außerdem liegt hier das Zentrum der spanischen Cava-Produktion.

 

Der Penedès, die Weinlandschaft im Süden Barcelonas, ist eine Region, die seit Menschengedenken von der Kultur der Rebe geprägt wird. Bereits vor 2.500 Jahren sorgte der Wein für „internationale” Bekanntheit des fruchtbaren Küstenstrichs zwischen den heutigen Städten Barcelona und Tarragona.
Garraf
, das Küstengebirge, das sich in Richtung Barcelona an den Bajo Penedès anschließt und hinter den Stränden der Badeorte Castelldelfels, Sitges und Vilanova i La Geltrú bis auf ca. 400 m ansteigt.

Drei traditionelle Weißweinreben haben die Weinlandschaft im Süden Barcelonas in den letzten hundert Jahren geprägt : Macabeo, Parellada und Xarel-lo.

Heute fließt der überwiegende Teil des Rebensaftes aus dem Penedés in den Cava. Deswegen ist leider viel zu wenig bekannt, dass aus den Traditionssorten neben den prickelnden Cavas auch viele hervorragende Stillweine entstehen.

Macabeo
Die Macabeo-Rebe, im übrigen Spanien unter dem Namen "Viura" verbreitet, ist sicher die bekannteste der "drei Weißen". Die spät sprießende, frostharte Sorte, die ab Mitte September gelesen wird, ist für ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedenste Boden- und Klimabedingungen bekannt. Im Penedés bringt sie ihre besten Ergebnisse in den Regionen des Garraf und des Alto Penedés, wo die Winzer frische, fruchtige Weine mit einem Alkohol zwischen 10 und 11,5 % aus ihr keltern.

Xarel-lo
Die Xarel-lo, auch unter den Namen "Cartoixa" oder "Pansa" bekannt, ist gegenüber harten Witterungsbedingungen empfindlicher als die Macabeo. Sie wird deswegen in den hohen Lagen des Alto Penedés nur selten angebaut. Sie bringt meist aromatische, körperreiche Weine mit einem Alkoholgehalt von ca. 11% hervor, kann jedoch auch kräftige, cremige Weißweine mit bis zu 13 % erbringen.

Parellada
Die Parellada ist eine sehr widerstandsfähige Rebe, die in den oberen Regionen des Alto Penedés ideale Bedingungen findet. Rebsortenweine aus der reinen Parellada sind fruchtig und aromatisch, häufig mit einem für spanische Weine recht niedrigen Alkoholgehalt zwischen 8 und 10%.

1.  Tag (Fr)

Wir fliegen von München nach Barcelona, der Hauptstadt der Provinz Katalonien,

von wo wir mit einem gecharterten Bus nach Falset im Priorat fahren.

Falset ist der Hauptort in der Comarca Priorat  (knapp 3000 Einwohner).

Wir wohnen während der 5 Tage im Priorat in einem Hotel in Falset.
Die zentrale Lage des Hotels hat den Vorteil, dass man abends noch „um die Ecke“ gehen kann. Außerdem gibt es in Falset eine Reihe von Restaurants, die abends bequem zu Fuß erreichbar sind.

Das Abendessen der ersten Tages nehmen wir in unserem Hotel ein.

 
Damit alle Reisenden den Wein bei Verkostungen ungetrübt und ohne Reue genießen können, organisieren wir für die Hin- und Rückwege zu bzw. von den Winzern sowie für die  anderen Aktivitäten  jeweils einen Transfer mit einem Bus. Dies ist für alle Reisetage vorgesehen.

2.  Tag (Sa)    

Nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotel fahren wir zu dem berühmten Weingut Mas Martinet, das zwischen Falset und Grattallops liegt.

Mas Martinet ist das Weingut des Universitätsprofessors und Önologen José Luis Perez. Zusammen mit Alvaro Palacios (L'Ermita, Finca Dofi), Daphne Glorian (Clos Erasmus) und René Barbier (Clos Mogador) und Carlos Pastrana (Clos de L'Obac) hat José Luis Perez.das Priorat wieder urbar gemacht und mit seinem Hauptwein Clos Martinet einen Qualitätsgaranten in der Region etabliert. Auch der Zweitwein Martinet Bru hat sich mittlerweile fest etabliert. Mittlerweile kümmert sich die Tochter Sara Perez um die Belange des Weinguts.     

     

Nur ganz wenige Anbaugebiete der Welt können eine vergleichbare Erfolgsstory aufweisen wie diese winzige, vor wenigen Jahren noch unbekannte katalanische Enklave. Sehr alte Garnacha und Cariñena-Rebstöcke wurden nicht etwa ausgehauen, sondern nach modernsten önologischen Kriterien wiederbelebt und um Merlot, Cabernet und Syrah ergänzt.

Sara Pérez ist bereits dabei, ihren Vater zu übertreffen. Was Sara von ihrem Vater übernommen hat, ist die kompromisslose, rigorose Qualität - und wer schon mal die schieferhaltigen Steilhänge in 800m Höhe hochgeklettert ist, weil kein Auto und auch kein Traktor diese Hänge bewältigen kann, der zeigt größten Respekt vor diesem Enthusiasmus einer jungen, engagierten Weinmacherin.

Diese einzigartig exponierten Lagen mit inzwischen im fortgeschrittenen Alter stehenden Reben unterscheidet Mas Martinet ganz grundlegend von den vielen Newcomern der letzten Jahre.

Bei Mas Martinet erleben wir eine Weinverkostung, die sicherlich 2½ Stunden dauern wird.

Unser Lunch nehmen wir in einem Restaurant in Grattallops ein.

Nach der entspannenden Mittagspause gehen wir zur Vinicola del Priorat.

Nur ganz wenige Anbaugebiete der Welt können eine vergleichbare Erfolgsstory aufweisen wie diese winzige, vor wenigen Jahren noch unbekannte katalanische Enklave. Sehr alte Garnacha und Cariñena-Rebstöcke wurden nicht etwa ausgehauen, sondern nach modernsten önologischen Kriterien wiederbelebt undum Merlot, Cabernet und Syrah ergänzt.

Dies ist die einzige Genossenschaft des DOQ Priorat, die von Bauernproduzenten gegründet wurde und den gesamten Prozess der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung des Weins verwaltet.
Seit der Vereinbarung vom 17. Juni 2007 ist Vinícola del Priorat eine Kooperative erster Klasse. Die Koperative umfasst rund 140 Erzeugerpartner mit insgesamt 210 Hektar Rebfläche und 320 Olivenbäumen.

Hier können wir Weine diverser Weingüter des Priorats als auch des Monsant
verkosten und damit einen Überblick gewinnen.

Danach fahren wir zurück zum Hotel in Falset und haben dort noch ein wenig Zeit bis zum Dinner in einem nahe gelegenen Restaurant, das wir zu Fuß erreichen können.

3.    Tag (So)

Nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotel fahren wir zu einem Weingut, das südwestlich von Falset in der Nähe eines Sees am südlichen Rande des Priorats liegt.

In diesem Weingut vereinen zwei Winzer ihre Talente. Anna Rovira ist eine junge und talentierte Winzerin in der Kellerei, die auch für die Kontrolle der Weinberge zuständig ist. Jürgen Wagner, der in Geisenheim und an der Universität von Tarragona studiert hat, bringt seine Erfahrung in die Komposition und Gestaltung der Mischungen ein.
Jürgen Wagner genießt in Spanien Kultstatus. Den hat er auch verdient. Schließlich ist der 45-jährige Deutsche einer der Hauptverantwortlichen für den Aufstieg der Weinkellerei vom drögen Aschenputteldasein hin zu einem der renommiertesten Weinbetriebe Spaniens. 

Das Terroir des Weinguts weist eine vielfältige Bodenbeschaffenheit aus :

Calissa (Kalkstein) : Produziert frische und blumige Weine
Licorella (Schiefer) : Erzeugt reiche, komplexe und mineralische Weine
Argila (Ton) : Produziert wilde, kantige, markante Weine
Panal (Sand) : Produziert fruchtige, leichte Weine 

Einige Weinberge werden seit fast hundert Jahren bewirtschaftet, deren Erträge natürlich nur noch sehr gering sind.

Angebaut werden folgende Rebsorten  :
Grenache, Carignan, Pinot Noir, Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Syrah,
Merlot, Macabeo
 

Bekannt geworden ist das Weingut besonders durch die Herstellung von kosherem Wein.

Nach der Verkostung gehen wir in die Village Bar, wo für uns ein Brunch 
vorbereitet ist.

Nach dem Essen ist ein wenig körperliche Aktivität angesagt. Wir begeben uns zu einem nahe gelegenen Stausee, dem Pantà dels Guiamets, wo schon einige Kajak-Boote für uns bereitliegen.

   


Nach der erfrischenden Kajak-Tour fahren wir zurück zu unserem Hotel in Falset.

Zu Fuß erreichen wir dann ein Restaurant in Falset, wo wir ein besonderes Mehrgänge-Degustations-Menü (Vorspreise, 4 Hauptgänge, Dessert, Käse, Wasser, Kaffee und 5 passende Weine) genießen dürfen.

Das Restaurant, das sonntags eigentlich geschlossen hat, öffnet extra für uns seine Küche und den Weinkeller.

4.    Tag (Mo)

Der 4. Tag gehört ganz dem Priorat-Städtchen Porrera.

Wir fahren morgens nach dem Frühstück im Hotel zu einem bekannten Weingut in diesem verschlafenen Weindorf, das in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erfahren hat. 

Das Weingut wird von Albert Costa, dem Sohn von Enric Costa, geführt. Nach dem Abschluss des Önologiestudiums arbeitete er zunächst in Australien und Kalifornien, um bei den renommierten Weinmachern dieser Welt internationale Erfahrungen zu sammeln. Unter anderem konnte er sich im Hause Robert Mondavi, wo der legendäre Opus One erzeugt wird, umfangreiche Kenntnisse im Umgang mit den internationalen Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah aneignen. Gleiches gilt für seine Stationen bei australischen Spitzenweingütern. Der natur- und heimatverbundene Önologe Albert Costa, der zur neuen Generation der jungen Wilden zählt, lässt heute seine gesamten Erfahrungen in das Weingut und in die Produktion der Spitzenweine einfließen.

Die Rebstöcke des Weinguts stehen verteilt auf 90 bis 110 Jahre alten Weinbergen mit Carinena- und Garnacha-Reben. Seit der Gründung wurden noch weitere Parzellen mit den Sorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Viognier bepflanzt, die die traditionellen Rebsorten ergänzen.
Die Rebstöcke weisen durchweg ein Alter von 30 bis über 100 Jahren aus.

Wir werden dort im Rahmen der Verkostung auch eine Fassweinprobe genießen.

Nach diesem Höhepunkt besuchen wir ein kleines Restaurant, das wir zu Fuß erreichen können. Dort nehmen wir unser Lunch ein und lassen die gewonnenen Eindrücke auf uns wirken. Erholt und gestärkt laufen wir zu einem weiteren Weingut des Ortes. 

Dieses kleine Familienweingut wird vom Ehepaar Dominic Baigauret und Francisco "Paco" Castillo betrieben. Dabei bewirtschaften sie nur einen Weinberg, der 7 ha umfasst. Doch die Weine müssen sich auch vor großen Namen nicht verstecken und darüber hinaus ist das Preis-Leistungs-Verhältnis genial.
Jede Flasche wird von Hand verkorkt, gekapselt und beschriftet.
Alle Weine des Weinguts stammen aus dem 7 ha großen Weinberg „La Tena“, der sich in zwei unterschiedliche Bereiche gliedert. Einen extrem steilen, bis zur Bergkuppe in Form einer Pyramide ungleichmäßig mit Buschreben bepflanzten Teil und einen flacheren unteren Teil, der bis zum Flussbett hinunterreicht. In den höheren Lagen wachsen die über 100 Jahre alten heimischen Carinena- und Garnacha-Reben für den Vinyes Altes und Spitzen-Selektionsweine, in den tieferen Lagen stehen Merlot und Cabernet Sauvignon für den Vinyes Baixas und den Clos Peto. Der Weinberg wird ökologisch mit biodynamischer Ausrichtung bewirtschaftet. Die Schwefelzugabe bei der Vinifizierung wird so niedrig wie möglich und nötig dosiert und es werden keine weiteren Mittel zur Klärung eingesetzt, so dass die Weine sogar ausdrücklich von einer spanischen Allergiker-Vereinigung zum Genuss empfohlen werden. Die Weine werden spontan, mit den natürlich auf den Traubenschalen vorhandenen Hefen vergoren und sind durch all diese natürlich ablaufenden Prozesse deutlicher vom Terroir und den unterschiedlichen Jahrgangsbedingungen geprägt, als andere, mit mehr Technik produzierten Weine.

Nach der eindrucksvollen Verkostung und der Gewissheit, an diesem Tage ausschließlich Spitzenweine probiert zu haben, fahren wir zurück nach Falset.

Am Abend nehmen wir unser Dinner in einem Restaurant ein, das wir wiederum zu Fuß erreichen können.

5.    Tag (Di)

Heute fahren wir nach dem Frühstück in den nördlichen Teil der „Sichel“,
die als DO Montsant das Gebiet der DOCa Priorat umschließt.

Unser Ziel ist Cornudella, das in einem Tal der Serra de Montsant liegt.
Hier besuchen wir ein kleines Weingut, das im Jahre 1998 gegründet wurde,
nach dem Berggipfel Englora des Gebirgszuges Montsant benannt wurde.

Die jungen Önologen bearbeiten den eigenen Weinberg mit 5 Hektar und produzieren ca. 30.000 Flaschen, von denen 85% für den Export, vor allem in die Vereinigten Staaten, bestimmt werden.         
Angebaut werden die weißen Trauben Grenache und Viognier sowie die roten Trauben Grenache, Cariñena, Cabernet Franc, Merlot, Syrah, Cabernet Sauvignon und Tempranillo.

 Die Weinverkostung beinhaltet eine direkte Fassprobe und ungefähr 7 Weine : jung weiß, gealtert weiß, rosa, jung rot, kurz gereift rot, mittel alt rot und den besten und am meisten ausgezeichneten Wein mit der Bezeichnung AV14.

 Nach der Verkostung fahren wir zu einem urigen Restaurant am Panta de 
Siurana
, einem Stausee, der in einer historischen Landschaft liegt.
 Von dort hat man einen Blick auf den Mirador de Siurana.


  

Der Küchenchef hat dort für uns eine leckere Paella vorbereitet.

Nach der Mittagspause fahren wir zur Herimitage Sant Antoni in der Nähe
von Ulldemolins.

Von dort unternehmen wir eine ca. dreistündige Wanderung (Hin- und Rückweg) zur Herimitage Sant Bartomeu. Der Wanderweg hat einen angenehmen Schwierigkeitsgrad und führt uns durch eine faszinierende Landschaft, teilweise am Riu de Montsant entlang.


         Nach unserer Rückkehr nach Falset gehen wir vom Hotel aus zu einer Wein- und Tapasbar, wo wir verschiedene Leckereien genießen können.

6.     Tag (Mi)

Nach dem Frühstück verlassen wir Falset und den Priorat und fahren in die
Hafen- und Provinzhauptstadt Tarragona, eine alte Römersiedlung, gegründet
218 v.Chr.

Tarragona ist eine wunderschöne Stadt mit einer bedeutenden historischen Vergangenheit. In der römischen Kaiserzeit war sie unter dem Namen Tarraco eines der wichtigsten Zentren der Iberischen Halbinsel und Hauptstadt einer der größten römischen Provinzen. Es gibt dort viele römische Monumente zu bewundern (UNESCO-Weltkulturerbe) : das Amphitheater (Kolosseum), den Circus (Wagenrennen), das Forum Romanum, das Grabmonument  Torre dels Escipions, den Triumphbogen Arc de Berà, das Mausoleum von Centcelles und die Aquäduktbrücke Aqüeducte de les Ferreres.
Unvergesslich ist ein Blick vom Balcón del Mediterráneo, einer großzügigen Terrasse auf einem Felsblock hoch über dem Meer, dem Strand und dem Hafen. Eine Führung durch die historische Altstadt zur prächtigen Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert, teilweise auf dem Passeig Arqueològic, vermittelt uns, wie Antike, Mittelalter und Neuzeit architektonisch ineinander „verkeilt“ sind, sich gegenseitig überdecken, freigeben und ergänzen.


 

Nach einer Stadtführung, die uns das antike Tarragona näher bringt, haben wir Zeit zur freien Verfügung :  Stadtbummel, Sightseeing, Shopping, im Cafè sitzen, den historischen Ort auf sich wirken lassen, . . .

Am frühen Abend fahren wir dann nach Sitges, ein beliebter Badeort, 36 km südwestlich von Barcelona gelegen und an den Naturpark Garraf angrenzend.

Nachdem wir dort im Hotel eingecheckt haben, erreichen wir zu Fuß das gewählte Restaurant, wo wir ein Dinner zu uns nehmen.

    

7.     Tag (Do) 

Der 7. Reisetag steht uns voll zur freien Verfügung : entspannen, faulenzen, spazierengehen, am Strand liegen, baden, bummeln, Fisch essen, Stadt erkunden, Seele baumeln lassen, . . .

 Nur abends ist für uns ein Tisch reserviert, so dass wir gemeinsam den Tag
 beim gemeinsamen Essen ausklingen lassen können.


8.    Tag (Fr)        

Nach dem Frühstück im Hotel fahren wir ins Herz des Penedès, nach Avinyonet.

Dort besuchen wir Monika und Enrique Asensi, ein bekannter spanischer   
Bildhauer, der jahrelang auch in Köln gelebt hat.

Das Ehepaar lebt in einer Finca am Rande des Naturparks Garrafs.


       

Enrique Asensi hat vor zwei Jahren einen Skulpturen-Park mit seinen Werken aufgebaut und gestaltet.

Er steht in der großen Tradition der spanischen Bildhauerei. In seinen Skulpturen verbindet er die beiden klassischen Materialien Stahl und Stein. Cortenstahl kontrastiert dabei mit farblich so unterschiedlichen Steinen wie Diabas, Dolomit, Granit, Kalkstein oder Alabaster. Asensi sieht und denkt Skulptur von der Fläche her. Er komponiert räumliche Bildansichten. Dabei kontrastiert die Flächigkeit des Stahles mit der bildhauerisch gestalteten reliefartigen Oberfläche des Steines. Die farblichen Valeurs von Stahl und Stein bilden ein harmonisches Ganzes. Neben der Makrosicht auf die Gesamtskulptur schafft Asensi diverse Mikroansichten auf Details, wie Durchblicke, Schlitze, Schwünge und Schichtungen.

   


        

Nach unserem Rundgang nehmen wir auf der Terrasse der Finca einen kleinen Imbiss ein, den Monika Asensi vorbereitet hat.

Im Anschluss daran fahren wir zu einem bekannten Weingut des Penedès und erleben dort eine Weinverkostung.

Es handelt sich um ein familiengeführtes Weingut, dessen Wurzeln und Tradition bis in das Jahr 1790 zurückgehen. Unter der Leitung von Joan und Josep Cusine Carol wird die Kellerei in eine neue Ära hochwertiger Weinproduktion geführt.

Hochwertige Weine und Cavas stammen aus den eigenen Trauben der 5 Parzellen. Die Rebgärten liegen auf unterschiedlichen Höhen zwischen 170 und 750m Höhe und bieten eine Vielfalt an Böden und Mikroklimata.

Die nachhaltige und umweltrespektierende Bewirtschaftung der Reben, sowie die Betonung auf Tradition und Qualität sind der Schlüssel zu der Identiät des Weingutes. Alle produzierten Weine sind Bio zertifiziert und die Weinberge sogar biodynamisch zertifiziert durch Demeter.

Nach der Verkostung fahren wir nach Masquefa zum Restaurant Can Parellada.

Von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf die Bergkette des Montserrat.


 

Im Restaurant erwartet uns Anne Marie Junyent mit Ihrem Küchenteam zu einem umfangreichen Dinner mit einer Weinbegleitung aus dem eigenen Weingut.

Dieses besondere Menü wird unser Abschiedsessen sein, denn danach geht es zurück zum Hotel in Sitges.

9.    Tag (Sa)

Nach dem gemeinsamen Frühstück verlassen wir das Hotel und fahren nach Barcelona zum dortigen Airport (Rückflug).