W. Hornung & Partner             Weinreisen



   






   © 2014 Wilfried Hornung



















  „Weinreisen – Wein erleben“                    Programme

    Programm 8   "Saale / Unstrut"



Diese Wein- und Kulturreise umfasst insgesamt fünf Tage (Pfingstmontag bis Freitag).
Wir wohnen im exquisiten Vier-Sterne-Berghotel „Zum Edelacker“ oberhalb von Freyburg/Unstrut mitten in den Weinbergen.
In diesem Hotel sind für uns vier Übernachtungen mit Frühstück gebucht.
Freyburg liegt an einer Biegung der Unstrut, die an dieser Stelle ein tief eingeschnittenes Tal bildet. Da die Unstrut im Wesentlichen von West nach Ost verläuft, bieten sich durch die dadurch entstehenden geschützten Südhänge in Verbindung mit den kalkhaltigen Böden ideale Weinanbaubedingungen.
Freyburg hat eine mehr als 1000-jährige Weinbau-Geschichte und ist Sitz der
berühmten Rotkäppchen-Sektkellerei.
Der Weinbau an Saale und Unstrut blickt auf eine lange (tausendjährige) Tradition zurück. Urkundlich belegt ist die Schenkung von Weinbergen an das Kloster Memleben durch Kaiser Otto III. im Jahre 998. Die Zisterzienser brachten den Weinbau im 12. Jahrhundert zu einer ersten großen Blüte. Bis zum Rückgang des Weinanbaus in der Reformationszeit war der Wein von Saale und Unstrut ein begehrtes Handelsobjekt.

1. Tag (Mo)

Die Anreise zum Hotel (am Pfingstmontag) erfolgt in jeweils eigener Regie bis 16.00 Uhr. Nach individueller Absprache kümmert sich der Veranstalter ggf. um einen bequemen Transport z.B. vom Bahnhof Freyburg oder Naumburg zum Hotel.

Nach dem Einchecken im Hotel treffen wir uns um 18.00 Uhr zu einer Begrüßung durch den Hoteldirektor und zum ersten Kennenlernen bei einem Glas Winzersekt.

Im Anschluss daran (ca. 19.30 Uhr) genießen wir ein Gourmet-Menü mit Weinbegleitung (kulinarische Weinprobe).

 

Damit alle Reisenden den Wein bei Verkostungen ungetrübt und ohne Reue genießen können, organisieren wir für alle Fahrten jeweils einen Transfer mit Kleinbus oder Taxi. Dies ist für den 2., 3. und 4. Tag vorgesehen.

2. Tag (Di)

Nach dem Frühstück unternehmen wir einen Spaziergang zum Schloss

Neuenburg. Diese sagenumwobene Burg liegt unweit von Naumburg an der Saale hoch über dem Winzerstädtchen Freyburg und wurde um 1090 als Schwesternburg der Wartburg vom Thüringer Grafen Ludwig dem Springer gegründet. In ihrer hochmittelalterlichen Blütezeit wurde die Burg prachtvoll ausgebaut. Es entstand eine weitläufige Anlage mit repräsentativen Wohnbauten, mächtigen Türmen, gewaltigen Mauern und Toren.

Wir erleben dort eine interessante Führung durch die Burg, die dreieinhalb mal so groß ist wie die Wartburg, und besuchen das Weinmuseum.

 

Nach der Besichtigung werden wir am Schloss abgeholt, machen einen geführten Rundgang durch Freyburg und besichtigen dann die berühmte und historische, 1856 gegründete Rotkäppchen Sektkellerei. Dort erfahren wir, neben der Verkostung von Sekten, wie man Sekt degorgiert und Sektflaschen mit dem Champagner-Säbel sabriert. Sie werden die Möglichkeit haben, dies selbst auszuprobieren.

 

Im Anschluss daran fahren wir nach Rossbach zu einem jungen Spitzenweingut mit einer ganz speziellen Betriebsphilosophie.

Dort stärken wir uns mit einer zünftigen Winzervesper und verkosten die ausgezeichneten Weine.

 

Unser Abendmenü verbunden mit einer Weinverkostung nehmen wir in einem Weingut ein, dessen Winzerin die bisher einzige Deutsche Weinkönigin aus dem Weinanbaugebiet Saale-Unstrut war.

Dort versuchen wir, herauszufinden, worin der Unterschied zwischen »Muschelkalk«- und »Buntsandstein«-Weinen besteht.

 
3. Tag (Mi)

Nach dem Frühstück fahren wir zum sog. Blütengrund.

„Blütengrund“ werden die malerisch von Weinbergsterrassen gesäumten Saale-Auen an der Saale-Unstrutmündung genannt. Hier verbinden sich harmonisch Kultur und Natur, Aktiverlebnis und Genuss. Der Blütengrund liegt im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland und gehört zu den bedeutendsten touristischen Zielen der Saale-Unstrut-Region, wo zahlreiche geschichtliche, landschaftliche und kulturelle Besonderheiten wie in kaum einem anderen Gebiet zu finden sind.

Ein Spaziergang durch den Blütengrund führt uns u.a. am sog. „Steinernen Album“ vorbei. Dies prangt an einer großen Sandstein-Terrassenmauer, inmitten eines Weinbergs, zwölf mehr als mannshohe Bildreliefs aus der Steinwand. Das "Steinerne Album" ist eines der ungewöhnlichsten Denkmäler für Wein und das größte Bildrelief im europäischen Kulturraum, das je in ein stehendes Felsgestein gearbeitet wurde.

Wir besichtigen das Max Klinger Museum, das in unmittelbarer Nähe liegt.

Max Klinger (1857–1920), der berühmte Leipziger Grafiker, Maler und Bildhauer, erwarb 1903 einen Weinberg mit dazu gehörigem Weinbergshaus in Großjena. Gemeinsam mit seiner damaligen Lebensgefährtin, der Schriftstellerin Elsa Asenijeff, verbrachte er viele glückliche Tage auf dem Weinberg. In den Jahren zwischen 1903 und 1920 entstanden hier zahlreiche Radierungen und eine große Anzahl an Zeichnungen, Aquarellen und Ölbildern.

Verträumt am Ufer, unter alten Weiden, an der lieblichen Unstrutmündung, lädt ein romantisches Gartenlokal , das "Gartenlokal an der Fähre" zum Verweilen ein und der Fährmann setzt mit dem kleinen Fährkahn "Blütengrund" die Gäste zum anderen Ufer über. Auf diesem Fährkahn nehmen wir unseren Mittagsimbiss ein.

Wir erreichen die Naumburger Wein- und Sektmanufaktur, die direkt an der Saale vor den Toren der Stadt Naumburg liegt. Das 1856 errichtete herrschaftliche Gutshaus, in dem sich heute die Pension und der Verkauf befinden, lässt den Betrachter schon von außen eine besondere Geschichte erahnen, doch wer vermutet hier, vor dem ältesten deutschen Sektkeller und größten Gewölbekeller der Saale-Unstrut-Weinregion zu stehen?

Dort erwartet uns eine fachkundige Führung durch das Kellergewölbe und eine stilvolle Wein- und Sektprobe. Auch hier kann man das Sekt-Säbulieren ausprobieren.

 

Nach diesem Highlight machen wir einen Rundgang durch die Altstadt von Naumburg und besichtigen den Naumburger Dom im Rahmen einer sehr kompetenten Führung.

Der Naumburger Dom "St. Peter und Paul" zählt zu den berühmtesten deutschen Bauwerken des Mittelalters. Er stammt größtenteils aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und ist eines der bedeutendsten Beispiele der Baukunst der späten Romanik und der frühen Gotik. Der Dom ist das viertürmige Wahrzeichen der Stadt Naumburg. Viel Beachtung findet der „Westlettner“, eines der bedeutendsten Werke der mittelalterlichen Architektur und Kunst sowie die bekannte Stifter-Statue der „Uta“.

 

Am späten Nachmittag besuchen wir die Winzervereinigung Freyburg zu einer Weinverkostung.

Nach der Rückkehr ins Hotel findet dort das sog. Bergfest statt. Dabei werden auf der Hotelterrasse Spezialitäten vom Grill gereicht.

 4. Tag (Do) 

Nach dem Frühstück fahren wir nach Memleben und besichtigen die dortige Klosterruine.

Mit der Herrschaft der Ottonen ging auch Memleben in die europäische Geschichte ein. Mehrfach hielten sich ottonische Herrscher an diesem Ort auf. König Heinrich I. verstarb in Memleben im Jahr 936. Als Sterbeort seines Vaters und Standort einer Kaiserpfalz stand Memleben somit am Beginn der Herrschaft Ottos, gleichzeitig aber auch am Ende seines Kaisertums, da Otto I. im Jahr 973 am selben Ort verstarb.

Um das Memorialgedenken für seinen Vater abzusichern, stiftete Kaiser Otto II. mit seiner Gattin Theophanu in Memleben ein Benediktinerkloster. Beide statteten es reich aus und sorgten dafür, dass es sich in kurzer Zeit zu einer bedeutenden Reichsabtei entwickelte, die einem Vergleich mit Fulda und Reichenau durchaus standhält.

 

Wir fahren weiter nach Wangen und besichtigen die Arche Nebra, ein Museum

rund um die weltberühmte Himmelsscheibe von Nebra.

Die Himmelsscheibe von Nebra zeigt die weltweit älteste bisher bekannte konkrete Darstellung des Kosmos, und ist ein einzigartiges Zeugnis der Menschheitsgeschichte. Die 3600 Jahre alte runde Bronzescheibe misst 32 cm im Durchmesser und zeigt die Sonne – je nach Deutung auch den Vollmond –, eine Mondsichel sowie insgesamt 32 goldene Sterne. Sieben davon stehen eng beieinander und werden als Sternbild der Plejaden interpretiert.

Wer die Himmelsscheibe „lesen“ konnte, war Herrscher über die Zeit : Mit dieser astronomischen Uhr ließen sich schon vor 3600 Jahren Kalendertermine festlegen und der Sonnen- mit dem Mondkalender verbinden.

Das Museum gibt uns auch die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Planetariumsshow.

Diese Planetariumsshow erklärt die Elemente der Himmelsscheibe von Nebra ganz praktisch »direkt« am Sternenhimmel und hilft, die komplexen astronomischen Zusammenhänge um die Himmelsdarstellungen auf der Bronzescheibe zu verstehen.

Das Museum bietet uns abschließend auch die Gelegenheit zu einem Mittagsimbiss.

Wir fahren weiter nach Kirchscheidungen und besuchen dort ein Weingut, das auf eine 300jährige Tradition zurückblicken kann

Die Lagen dieses Weinguts sind geprägt durch ausgesprochene Muschelkalk-verwitterungsböden, die in Verbindung mit dem günstigen kleinklimatischen Verhältnissen im Unstruttal zu reifen und feinwürzigen Weinen mit einer gebietstypischen Säure führen.

 

Dann geht es weiter nach Zscheiplitz, wo wir ein besonderes Spitzenweingut besuchen. Dieses Weingut hat es 2013 geschafft, unter die besten 100 Weingüter Deutschlands zu kommen.

Das Weingut hat seinen Sitz im alten Klosterhof des Benediktiner Nonnenklosters Zscheiplitz aus dem 13. Jahrhundert, das im Zuge der Reformation im Jahre 1540 aufgelöst wurde und fortan als Rittergut diente.

Wir besichtigen das wunderschön renovierte Weingut (toller Blick auf das Unstrut-Tal), verkosten die exquisiten Weine und genießen ein besonderes Abendmenü.


5. Tag (Fr)

Nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotel checken wir aus und treten die

Heimreise an.